78% der Frauen werden von Werbung kaum oder gar nicht angesprochen. Auch wenn Frauen die Produkte kaufen sollen.

Ein konkretes Beispiel aus meiner Tätigkeit:
Tolle Plakate mit Supermodels werden von Superfotografen (beide super teuer) in traumhaften Locations oder Studios in New York oder L.A.  fotografiert. Produkte, die Frauen kaufen sollen werden für Männeraugen inszeniert.

Ich fragte dazu im Headquarter des Unternehmens: „Warum glauben Sie, dass Sie mit dieser Werbung Ihre Ziele erreichen können? Haben Sie keine Bedenken, dass Frauen diese Werbung schon lange nicht mehr wollen?“

Zur Antwort bekam ich: „Frauen merken, dass Männern diese Plakate gefallen und nachdem alle Frauen auch den Männern gefallen wollen, kaufen sie genau diese Marke.“

Es war also allen klar, dass diese Plakate den Männern gefallen – diese kaufen aber selten Strümpfe, Damenunterwäsche, Nachthemden und Badeanzüge.

Und was noch dazu kommt: Viele Frauen ärgern sich, wenn das Plakat den Männern den Kopf verdreht.

Der Gedanke, dass der Umweg über die Männer funktioniere – das funktionierte leider nicht.

Zu dieser Fehleinschätzung addierten sich noch weitere Fehler. Letztendlich schlitterte der Marktführer in die roten Zahlen und wurde verkauft.

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