Ich lese immer mehrere Bücher an den verschiedenen Plätzen, wo ich mich gerade befinde, dabei tauche ich in die unterschiedlichen Themen ein, die zur Zeit die Welt beschäftigen.

Ein Thema, das mir immer bedeutungsvoller erscheint, ist das Thema: Pestizide, wie sie in der Landwirtschaft und in den Gärten verwendet werden und wie sie uns und unsere Kinder vergiften. Die steigenden Krebserkrankungen vor allem bei Kindern sollten alle dafür Verantwortlichen alarmieren. Roundup u.ä. muss verboten werden! Und der Irrtum, dass Bio-Lebensmittel zu teuer und auch nicht ausreichend produziert werden können, um die gesamte Menschheit zu ernähren, dieser Irrtum ist einfach zu widerlegen, wenn man die Kosten, die durch billige Nahrungsmittel entstehen realistisch betrachtet.

Dazu passt diese Nachricht aus Italien:

Cari amici,
am Sonntagabend sind wir mit einem reich gefüllten Bündel an neuen Impulsen und interessanten Erkenntnissen von der jährlichen biodynamischen Tagung zurückgekehrt.
Die wichtigste unter ihnen ist ein von der FAO zitierter Artikel bezüglich der nachhaltigen Ernährung des Planeten. Er zeigt auf, dass der Preis eines Erzeugnisses aus konventioneller Landwirtschaft im Durchschnitt doppelt bis dreifach so hoch wie sein Verkaufspreis ist, wenn zu diesem die Kosten für die Bodendegradation, die Umweltverschmutzung, den Ausstoß von Treibhausgasen und die Gesundheit hinzugefügt werden.
Die gute Nachricht ist, dass derselbe Artikel erläutert – ein weiteres Mal und von einer derart bedeutenden Organisation erwähnt -, dass die biologisch-biodynamische Landwirtschaft nicht nur dem Menschen, sondern auch dem Planeten zugutekommt.
Nun gut, dies wussten wir bereits, aber es auch durch wissenschaftliche Fakten belegen zu können, ist noch weitaus besser!

Hier finden Sie den Artikel und andere Studien über „The True Cost of Food“

Ein „biodynamischer” Gruß von der ganzen „Bande” von La Vialla und
Gianni, Antonio und Bandino

Verhüllung ist Verheißung

IN MEINEM KÜHLSCHRANK STANDEN SCHMUCKLOSE KLEINE GLÄSER mit orangefarbenem Plastikverschluss und einem spartanischen Etikett mit den allernötigsten Produktinformationen. Ich testete im Selbstversuch die delikaten Produkte unseres neuen Kunden. Außer mir rührte niemand in der Familie die Gläschen an. Nachdem ich mich in den besten Bio-Büchern und Messen schlau gemacht, Marktforschungsergebnisse studiert und meine Verkostung abgeschlossen hatte, war ich sicher, diese Produkte waren das Beste, das es zu dieser Zeit am Markt gab. Und das müsste man bereits bei der Verpackung spüren. Mein Kunde war eine mutige Runde von zehn Bauern aus dem Mühlviertel, die sich zusammen eine aufgelassene Molkerei gekauft hatten, um hier nach ihren Vorstellungen biogerecht verarbeiten zu können. Diese bodenständigen Biobauern gingen also sehr vorsichtig an die Sache heran.

ZUNÄCHST MUSSTE ICH SIE ÜBERZEUGEN, DASS EIN PREMIUMPRODUKT EINE PREMIUMVERPACKUNG BRAUCHT. Zu diesem Zweck saßen wir einige Nächte im runden Erker meines Büros und diskutierten. Dann ging ich „aufs Amt“, um für die gute Sache zu streiten. Die Lebensmittelbehörde ließ uns nicht schreiben: es schmeckt besser – das maximale Zugeständnis war: „es schmeckt anders“. Dann brauchte man die Produkte in der neuen Verpackung nur noch in den Kühlschrank zu stellen und innerhalb kürzester Zeit waren alle Joghurts von meiner Familie aufgegessen – KEIN EINZIGES BLIEB FÜR MICH ÜBRIG. Im Regal im Supermarkt wiederholte sich dieses Szenario. Ohne Fernsehwerbung (weil kein Budget vorhanden) verkauft sich „besser bio“ heute wie damals ganz von selbst. Das brachte die Leute im Supermarkt doch glatt auf die Idee, selbst eine Bio-Eigenmarke zu schaffen – ist doch ein gutes Zeichen, oder?